Seit vier Wochen – auf den Tag genau – bin ich VW California-Fahrer, Zeit für ein erstes Resümee. Zwar hatte ich tatsächlich noch keine Gelegenheit auch nur eine Nacht im WoMo zu campen, was aber meiner Freude an dem Fahrzeug bislang keinen Abbruch tut.
Nach einigen hundert gefahrenen Kilometern ist mein erster Eindruck absolut positiv. Der California ist so kompakt, dass man ihn in jedem Fall als Alltagsfahrzeug bezeichnen kann. Der Spritverbrauch hält sich meines Erachtens – im Hinblick auf sein Gewicht – in Grenzen. Innerorts verbraucht er ca. 9-10 Liter auf 100km. Bei Fahrten über Land dagegen, wo ich mich bemühe kommod unterwegs zu sein, ist der Cali durchaus in der Lage mit etwa 8 Litern auf 100 Kilometern aus zu kommen. Damit befindet sich der VW T5 California bei Wohnmobilen dieser Klasse im unteren Spritverbrauchslevel, was mich recht zufrieden stimmt.
Klasse auch die Durchzugskraft des 131PS starken Motors. Nicht ein Moment wo ich mir bislang mehr Power unter der Motorhaube gewünscht hätte.
Einzig den Küchenbereich meines WoMo’s hab ich bisher – mehr aus reiner Neugierde – bei einigen Tagesausflügen in den Bayerischen Wald getestet. Wider Erwarten zu mehreren Beiträgen in entsprechenden Foren, funktionieren meine beiden Kochstellen einwandfrei. Da und dort berichten nämlich verschiedene Califahrer, dass die Gasflammen ihres Herdes nur schwer zu regulieren wären, ja sogar kräftig die Topfböden beim Kochen verrußen würden.
Die Leistung der beiden gleichgroßen Gas-Kochstellen würde ich als vollkommen ausreichend bezeichnen. Etwas problematisch ist es bei Wind zu kochen. VW empfiehlt hier für genügend Frischluftzufuhr zu sorgen, weswegen ich bisher die Schiebetür des Wagens offen ließ. Der Wind beeinträchtigt so die Gasflammen erheblich, sodass ich wohl in Zukunft einfach das Schiebefenster im Fahrgastraum öffnen werde. Durch die aufgeklappte gläserne Abdeckplatte der Küchenzeile ist die Kochstelle vor Wind doch besser geschützt, als bei geöffneter Schiebetür.
Selbst die so oft bemängelten Gummidichtungen – vor allen Dingen im Bereich des Schiebefensters – geben keinerlei Grund zur Klage, obwohl der Wagen gerade in den letzten Tagen viele Stunden heftigsten Regengüssen ausgesetzt war.
Das bisher größte “Problem” hatte ich jedoch mit dem Einrichten der Küchenzeile. Ich denke, das liegt sicher daran, bisher auf keinerlei Erfahrungswerte diesbezüglich zurück greifen zu können. So “bestückte” ich den Küchenschrank bis jetzt eher spartanisch mit ein paar Dosen Fertiggerichten, einem löslichen Kaffee und ein wenig Geschirr.
Für den ersten “ernsthaften” Trip werde ich da aber noch etwas nachbessern müssen…..
Ein wirklich sinnvolle Anschaffung war das “Porta Potti”, auch wenn es manchmal im Wohnbereich des Busses etwas im Wege steht. Ich empfinde es als sehr angenehm sich unterwegs nicht mehr mühselig nach einem “stillen Örtchen” umsehen zu müssen. Ob es in diesem Jahr noch einen “Härtetest” – ein ganzes Wochenende unterwegs – geben wird, wird sich zeigen und hängt auch von der Wetterlage in den kommenden Wochen ab.
Alles in allem – soweit ich es bisher beurteilen kann – bereue ich den Kauf des Californias nicht ein Minute, wenngleich auch der Einstand zum Wohnmobilisten in Form einer verunglückten Überführungsfahrt nicht besonders vertrauenerweckend schien.